MSA - Messsystemanalyse einfach erklärt

Wenn wir einen Prozess verbessern wollen, beginnen wir meistens mit Daten. Bevor wir diese Daten beurteilen, müssen wir jedoch wissen, ob das Messsystem zuverlässig arbeitet. Genau darum geht es bei der Messsystemanalyse.

Warum braucht man eine MSA?

Ein beobachtetes Ergebnis besteht aus der tatsächlichen Prozessvariation und dem Fehler des Messsystems. Ist der Messfehler zu groß, können Unterschiede zwischen Teilen, Maschinen oder Prozessbedingungen falsch interpretiert werden.

Eine Kalibrierung allein beantwortet diese Frage nicht. Sie zeigt, ob ein Messgerät gegen einen Standard geprüft wurde. Eine MSA untersucht zusätzlich, wie das gesamte System unter realen Bedingungen funktioniert, einschließlich Gerät, Methode, Bedienperson, Teil und Umgebung.

Zwei Arten von Messsystemen

Wie bereitet man eine Untersuchung vor?

  1. Verantwortliche Person und Ziel der Untersuchung festlegen.
  2. Repräsentative Teile aus dem gesamten Prozessbereich auswählen.
  3. Bedienpersonen und Wiederholungen festlegen.
  4. Messreihenfolge randomisieren.
  5. Messungen unter normalen Arbeitsbedingungen durchführen.
  6. Ergebnisse analysieren und Verbesserungsmaßnahmen festlegen.

Eine gut vorbereitete MSA muss nicht lange dauern. Der größte Fehler besteht darin, auf eine Messsystemanalyse ganz zu verzichten und anschließend sehr genau unzuverlässige Daten auszuwerten.